Tibetische Kinderdörfer – Ernährungsschulungen für
200 Hausmütter in 8 Kinderdörfern in Indien und Ladakh

In den 8 tibetischen Kinderdörfern in Indien und Ladakh leben etwa 8,000 Kinder zwischen 5 und 15 Jahren wie in einem SOS-Kinderdorf oder auch Pestalozzi-Kinderdorf. Jede Hausmutter betreut zwischen 25 und 45 Kinder, je nach örtlicher Gegebenheit. Der Lebensmittel-Einkauf wird zwar zentral gemacht, doch gekocht wird in jedem Hauhalt selbst. Nachdem die Mittel immer sehr beschränkt sind, keine Kühlschränke vorhanden sind und auch sonst die Gegebenheiten sehr einfach, ist es nicht leicht für diese Frauen, unter den gegebenen Umständen 3 nahrhafte und ausgewogene Mahlzeiten für die Kinder zuzubereiten.

2016 habe ich (promovierte Ernährungswissenschaftlerin) anhand von verschiedenen Wochenplänen eine Ernährungsanalyse gemacht und festgestellt, dass die Kinder zwar  genug und auch recht ausgewogen ernährt werden, aber – aufgrund mangelnder Mittel – zu wenig Calcium (nur 50% des Tagesbedarfes!) bekommen und beim Eiweiss stark an der Untergrenze sind. Auch einige B-Vitamine sind zu wenig oder sehr an der Untergrenze und die Mädchen erhalten zu wenig Eisen, sobald sie in die Pubertät kommen.

Wir hatten befunden, dass die Ernährung optimiert werden könnte, wenn die Kinder genügend Milch, Eier und mehr Gemüse bekämen. So haben wir mit dem Präsidium aller 8 Kinderdörfer, Thupten Dorjee-la, beschlossen, ein Pilot-Projekt im Kinderdorf TCV Chauntra zu starten: Wir wollen einen Kuhstall für 15-20 Kühe bauen. Die Snowland Children Foundation wollte versuchen, die Finanzierung zu finden.

Aber – in einem ersten Schritt oder auch parallel dazu – sollte man die Hausmütter in Ernährung schulen, so dass sie besser in der Lage sind, eine ausgewogene Ernährung in der Küche für die Ihnen anvertrauten Kinder zu garantieren.

Also habe ich mich als promovierte Ernährungswissenschaftlerin bereit erklärt, innerhalb von 2 Jahren alle 8 Kinderdörfer jeweils eine Woche zu besuchen. Nach Absprache mit dem Präsidenten aller TCV’s, Thupten Dorjee-la, habe ich dann begonnen, ab dem Frühjahr 2017  während 4 Wochen etwa 75 Hausmütter in den 4 Nord-indischen tibetischen Kinderdörfern in Ernährungslehre zu schulen. Dabei fand die Schulung jeweils während einer Woche am Morgen und Nachmittag mit jeweils 3 Stunden statt. Die Überlegung dabei war, dass ein besseres Wissen über Ernährung den Haumüttern ermöglichen würde, auch trotz der sehr beschränkten Mittel besser für die Kinder zu sorgen, die sich in ihrer Obhut befinden.

2018 im Frühjahr waren dann die anderen 4 Kinderdörfer an der Reihe, die nicht nur in Nordindien liegen, sondern auch in Südindien in der Nähe von Bangalore und in Ladakh.

Ihr findet mehr Hintergrund-Informationen und Einzelheiten unter:

Ernährungsschulung von 200 tibetischen Hausmüttern

Finanzielle Unterstützung (Reisekosten und Druck der Schulungsunterlagen) bekommen wir von der „International Campaign for Tibet, Deutschland“



 

Hausmütter im TCV Bylakuppe

Die meisten Hausmütter haben einen organischen Gemüsegarten, um die Kost ein wenig aufzubessern

Mrs Sharling (Direktorin des Mütter-Trainingscenters)

Bei schönem Wetter wird das Mittagessen auch schon mal nach draussen verlegt! Picknickzeit im TCV Chauntra!

Hausmütter im Gemüsegarten

Normalerweise wird gemeinsam im Haus gegessen, wie hier im TCV Suja

Stiftungs-Konto: Thurgauer Kantonalbank, 8570 Weinfelden; IBAN: CH88 0078 4296 2266 42001, Konto 85-123-0 Snowland Children Foundation