Aktuelles Projekt der Snowland Children Foundation in Nepal:

Ein ökologischer Bauernhof (Eco-Farm) mit 2 Gewächshäusern in Timbu, dem Erdbebengebiet von 2015 Nepal

Ein Blick von oben auf Timbu, wo die Eco-Farm entstehen soll
Das Haus von Lhakpa Lama, wo im obersten Stock das Büro der Snowland Childern Foundation Nepal logiert

Das neueste Projekt ist sehr ehrgeizig: Nach dem Erdbeben 2015 gibt es noch immer überall zerstörte Häuser. Besonders in der Helambu-Region, einem der Epizentren des Erdbebens, wozu Timbu, auf 1,800 Meter Höhe gelegen, gehört, wurde bisher nur die Sekundar-Schule von Caritas, Schweiz, wieder aufgebaut.  Die Snowland Children Foundation hat zwischen 2016 und 2018  die Wasserversorgung von Embalama, einem zu Timbu gehörigen noch kleineren Dorf 500 Meter höher, neu aufgebaut, dort auch eine kleinere Schule (Kakani) finanziert und 2 kleine Gemeinschaftshäuser (Gemeindehäuser) renoviert. Das war möglich dank der Initiativen der ökumenischen Gruppe des Dorfes Bichelsee-Balterswil (Thurgau) seit 2017, aber auch der Sternsinger in Eschlikon (Thurgau) 2017 sowie der Tibet-Abende im Cinewil in Wil seit dem verheerenden Erdbeben in 2015.

Wir haben Timbu ausgelesen, da unsere lokalen Nepalesisch-Tibetischen Partner, Lhakpa Lama und Urkin Sherpa ursprünglich aus dieser Gegend stammen. Sie kennen die drängendsten Bedürfnisse der Dorfbevölkerung. Dank ihrer guten Ortskenntnis und exzellenten Kontakten zur lokalen Bevölkerung konnten wir unsere bisherigen Projekte mit geringstmöglichen finanziellen Mitteln umsetzen. Hier möchten wir die Eco-Farm aufbauen. Damit wäre es möglich, den Leuten zu zeigen, dass man mehr machen kann, als nur «von der Hand in den Mund» zu leben.

Was ist das Ziel?

Die Snowland Children Foundation möchte einen Beitrag dazu leisten, dass die Landflucht, aber auch die Landesflucht der jungen Generation gestoppt werden kann! In Kathmandu herrscht immer grössere Enge und auch Armut und wie kann ein Volk überleben, wenn es sich in die ganze Welt verstreut? Hier besteht eine Möglichkeit, den Ärmsten in Nepal zu helfen.

Mit der Eco-Farm kann man nicht nur den 75 Familien in Timbu, sondern den insgesamt 10.000 Menschen der Helambu-Region zeigen, dass es sich lohnt, nicht nur im Land Nepal zu bleiben, sondern sogar AUF dem Land. Wir wollen zeigen, dass man mit organischer Gemüseproduktion so viel Geld verdienen kann, dass man in dem abgelegenen Bergdorf auch ein gutes Leben führen kann, vielleicht viel besser als in der überbevölkerten Grossstadt Kathmandu. Man muss vor allem jungen Leuten zeigen, dass es sich lohnt, auf dem Land eine Existenz auf zu bauen, statt ohne Job und in Armut in der Stadt zu überleben.

Wie soll das genau geschehen:
Wir beginnen mit 2 grossen Gewächshäusern

Das Land, welches wir dafür brauchen, bekommt  die Cooperative im Dorf, die „Womans Association“, von den Besitzern kostenlos geliehen (auf Vertrags-Basis). Sie werden dann auch das organisches Gemüse und Früchte vertreiben. Auch die Jugend arbeitet mit, die sich als „Helambu Youth Club“ organisiert hat! Im Laufe der Zeit möchten wir eine ganze Eco-Farm gestalten und ein Eco-Café gründen, welches für Trekking-Touristen der Helambu-Region, aber auch die Dorfbevölkerung und freiwillige Helfer zur Verfügung stehen soll. Des Weiteren planen wir, eines Tages dort einen Wochenmarkt für die grössere Bevölkerung abzuhalten und auch einen Kindergarten zu bauen.

    

Die geplanten Gewächshäuser mit Solaranlage zur Beheizung im Winter müssen sehr stabil sein, da es in dieser Gegend seit dem Erdbeben und vermehrter Landflucht grössere Einfälle von Affen-Horden gegeben hat. Organischer Gemüse-Anbau in stabilen Gewächshäusern ist umso wichtiger, da die «offene» Ernte immer öfter nicht nur von Affen gefressen und verwüstet wird, sondern auch von Wildschweinen, welche ebenfalls hier seit neuestem einfallen! Und natürlich muss es auch gegen den jährlichen Monsun-Regen im Sommer trotzen können, was bedeutet, dass das verwendete Polyäthylen sehr stabil sein muss.

Was ist nun der genaue Plan?
Nachdem die Snowland Children Foundation Nepal mit der Woman’s Association mit 35 Mitgliedern einen Vertrag zur Nutzung des Landes geschlossen hat, werden wir als erstes 2019 die Gewächshäuser bauen. Anschliessend werden wir nach ausreichender Einarbeitungszeit die Verantwortung an die Cooperative übergeben, welche die Gewächshäuser in Eigenregie hinsichtlich der Produktion und vermarktung des organischen Gemüses betreiben wird. Unsere Nepali Partner der Snowland Children Foundation Nepal werden das Projekt nach besten Kräften und Vermögen technisch und organisatorisch begleiten und unterstützen.

Cooperation mit der nepalesischen Firma „Nepal Agro Life“
Mit der Firma Nepal Agro Life haben wir in Kathmandu einen kompetenten Partner gefunden, der uns bei der Anlage der Gewächshäuser sowie der Schulung der Bauern in Timbu zur Seite stehen wird: Sie werden uns von der Planung bis zur ersten Vermarktung des organischen Gemüses behilflich sein. Sie werden den Bau der Gewächshäuser organisieren, mindestens 6 Schulungen der Dorfbevölkerung durchführen, die organische Düngung überwachen und beraten sowie die ersten Pflanzungen zur Verfügung stellen. Es arbeiten in dieser Firma lauter Agrar-Spezialisten, welche Erfahrung mit Gewächshäusern und dem Anbau von organischem Gemüse in abgelegenen Gegenden in Nepal haben. Trotz höherer Kosten haben wir uns dazu entschlossen, da wir selbst keine Spezialisten sind und zudem nicht konstant vor Ort sein können!

Das Anfangs- Budget
Für die Erstellung zweier Gewächshäuser mit den Ausmassen von 16 x 9 und 15 x 10 Meter benötigen wir ein Budget von 15,000 CHF. Im Preis sind die 6 Schulungen der Frauen der Cooperative eingeschlossen, die Beflanzung, der organische Dünger, Schädlingsberatung sowie die laufende Beratung und Hife bei der ersten Vermarktung.

Zusätzlich wird ein Geräte-Schuppen benötigt. Später planen wir dann den Bau eines „Guesthouses“ für freiwillge Helfer aber auch Trekking-Touristen und andere Besucher. Der Plan sieht auch vor, die Jugendlichen des „Helambu Youth Clubs“ in ihrer Freizeit einzubinden, welche als Gegenleistung dafür eine Unterstützung ihres lokalen Jugendwerkes erhalten sollen. Nachdem es in dieser Gegend keinerlei weitere Aktivitäten für junge Menschen gibt, erscheint uns diese reziproke Unterstützung als sehr wichtig.

Im Augenblick wird etwas Getreide auf der Fläche angebaut, die dann für die Gewächshäuser gebraucht werden wird.

   

Was garantiert die Snowland Children Foundation?

Die SCF garantiert, dass jeder Projekt-bezogene Spenden-Franken auch in das ausgewählte Projekt geht. Jeder Schritt der Konstruktion der Gewächshäuser wird von unseren Partnern dokumentiert und 2 Mal jährlich von der Stiftungs-Präsidentin selbst vor Ort kontrolliert. Diese Reisen werden von der Präsidentin selbst finanziert. Alle Informationen befinden sich anschliessend auf der Webpage. Ganz aktuelle Informationen und der laufende Reisebericht werden über Facebook kommuniziert (Snowland-Children). Für die Spenden können wir Spenden-Quittungen für die Steuer ausstellen

Die Stiftung ist im Schweizer Handelsregister eingetragen und steuerbefreit. Weiterhin steht sie unter der Aufsicht der Schweizer Stiftungsbehörden. Seit 2018 ist die Nepali Branch in Nepal registriert und steht dort ebenfalls unter der Aufsicht der dortigen Behörden.

Ein kürzlicher Bericht in der Dorfzeitung Bichelsee-Balterswil: NBB_09_2018_Nepal
Wo wir helfen und unsere Partner vor Ort
Klickt Euch mal durch! Wo wir helfen – unsere Helfer vor Ort (PDF, deutsch) Where we are helping – our local partners (PDF, english)

Unsere Partner, Lhakpa und Urkin
Hier sieht man den Plan für die Lage der Gewächshäuser
Die Frauen-Cooperatie in Timbu
Urkin kommt selbst aus dem Dorf
Nochmals der Lageplan aus näherer Sichtweise, man sieht das höhere Haus mit dem SCFN Büro im 2. Stock
Der Jugend-Club, der helfen wird
Lhakpa hat sein Leben der Dorf-Erhaltung gewidmet
Hier kommen die Gewächshäuser in – Situation Mai 2019
Das ist die Zukunft!