Aktuelle Projekte der Snowland Children Foundation
Das Embalama Wasser-Projekt im September 2017 „Ein Dorf hilft dem anderen“

 

Im März 2017 bin ich schon das zweite Mal nach Nepal unterwegs. So viel ist geschehen seit letztem Jahr. Ich habe eine Stiftung gegründet und sie scheint abzuheben! Das habe ich im Wesentlichen unserer Dorfgemeinschaft Bichelsee-Balterswil und der ökumenischen Arbeitsgruppe um Daniela Albus zu verdanken. Mit diesen und vielen anderen Gedanken im Gepäck – was sich wohl getan hat seit letztem Jahr – und vor allem dem vielen Spendengeld vom Benefiz-Tag am 11. Februar war ich unterwegs.
Ein herzlicher Empfang meiner inzwischen gut bekannten Freunde und Partner in Nepal, Lhakpa Sherpa und Urkin Sherpa war mir gewiss. Wir machten uns gleich am nächsten Tag auf zu «unserem» Dorf Thimbu, das wir bereits liebevoll «Snowland Children Village» nennen. Es besteht eigentlich aus 3 Dörfern:

  • Das Unterdorf Timbu selbst, am leichtesten zu erreichen, ca 6-7 Fahrtstunden von Kathmandu entfernt
  • Das Mitteldorf Seney, welches man nur zu Fuss von Thimbu aus erreichen kann und welches oberhalb beim Haupttempel gelegen ist
  • Und schliesslich Ambalama, das Oberdorf, wohin man mit dem Auto bei den schlechten Wegen nochmals 2 Stunden den Berg «heraufkriecht» DAS ist unsere eigentliche Wirkungsstätte geworden, da im Unterdorf Thimbu auch die Caritas und Helvetas mittlerweile etwas aktiv geworden sind. Sie haben die Wasserleitung erneuert (Helvetas) und Caritas baut die Sekundarschule wieder auf, die durch das Erdbeben 2015 zerstört wurde.

Insgesamt gibt es etwa 120 Häuser und 600 Menschen, die hier leben. Vor dem Erdbeben vor 2 Jahren waren es noch etliche mehr. Nachdem es keine Unterstützung von Regierungsseite gab, sind doch einige Familien weggezogen, aber wohin? Es gibt ja nirgendwo Hilfe und Unterstützung.

Wir schlagen uns mühsam durch nach Thimbu auf den schlechtesten Strassen, die ich in meinem Leben je erlebt habe. Mit dem Pferd wäre man besser unterwegs, aber die gibt es nicht mehr… Wenn man dritte Zähne hätte, würden sie herausfliegen, so wird man hier durchgeschüttelt! Aber – meinen Photoapparat „putzt“ es: Sämtliche Schräubchen fliegen auf den Srassen aus dem Objektiv und der Halterung: Ich kann ihn nach wenigen Tagen nicht mehr benutzen und muss mit dem i-phone weitermachen…

Von Thimbu aus geht es mit dem Jeep weiter, den Weg entlang, den man keine Strasse aber eigentlich auch kaum Weg nennen kann, so schlecht ist der Zustand. Wieder einmal bleiben wir hängen und es vergehen bange Minuten, ob wir es schaffen, weiterzukommen, denn umdrehen kann man hier nicht!

Schliesslich – nach ca 40 Minuten mühsamer Autofahrt – geht es zu Fuss weiter den Berg hinauf. Die Quelle für die neue Wasserversorgung des Oberdorfes Embalama liegt auf ca 2400 m Höhe. Trotz meiner Proteste muss ich steilen Hang im Wald hinaufklettern. Meine Bergschuhe sind zwar gut, aber viel helfen sie auf diesem glitschigen Boden im Regen auch nicht. Mein Freund und Bergführer Urkin hält mich fest an der Hand und lässt keine Weigerung zu. „Wir schaffen das“. Klingt irgendwie bekannt in meinen Ohren…

Nun, ich denke an die Dorfgemeinschaft Bichelsee-Balterswil, die am 11. Februar rund 16.000 CHF für genau diesen Zweck gesammelt hat und ich gebe nicht auf: Sie haben ein Recht, aus erster Hand (oder besser Photo-Auge) zu erfahren, was es mit dieser Quelle jetzt auf sich hat.

Und – meine Mühen werden belohnt: Da ist sie, die Quelle, mitten im Wald, geschützt durch Felsen. Herrlich frisches Wasser kommt reichlich hervor und ich darf als erste davon trinken. Obschon hier bereits ein Weiheprozess stattgefunden hat, wird es jetzt in meiner Anwesenheit nochmals geschehen und ich erhalte mitten im Wald und Regen eine weisse Glücks-Katha umgelegt!

Mit uns sind die 3 Männer aus dem Dorf gekommen, welche die grösste Arbeit bisher gemacht haben: Denn – das Brunnenhaus steht bereits. Es ist fest gemauert, die Ausläufe sind vorhanden und sogar ein kleiner Zugang, falls das Haus von innen gesäubert werden muss. Unglaublich, wenn ich mir vorstelle, wie die Männer die schweren Zementsäcke hier durch den Wald getragen haben, wo ich alleine schon Mühe habe, hinaufzukommen!
Ich bin so gerührt, dass mir beinahe die Tränen kommen. Und – die ganze Arbeit wird kostenlos von der Dorfbevölkerung gestemmt, nicht zu sprechen von meinen beiden Freundes-Partnern Urkin und Lhakpa, die mittlerweile ihre gesamte private Freizeit in unser Projekt investieren und natürlich auch kein Geld dafür nehmen.

Wo gibt es so etwas noch in der Welt?

Nach wenigen Tagen kamen die ersten Rohre: 15 Wasser-Leitungen kann ein Lastwagen transportieren, das haben wir bei unserem Besuch in der Fabrik in Kathmandu herausgefunden.

Seit dieser Zeit im März sind 4 Monate vergangen und sie haben das Unmögliche wahr gemacht! Die Wassderleitung steht und sprudelt!! Meine Partner und mittlerweile Freunde haben uns mit vielen Bildern auf dem Laufenden gehalten und auch den Augenblick des ersten Wasser-Ausstosses aus der neuen Leitung festgehalten!

Das Wasser sprudelt!

Die Wasserleitung sprudelt – die ersten Fontainen werden von den tibetischen Repräsentanten der Stiftung in Nepal mit grosser Freude aber auch Erleichterung produziert! Es herschte die ganze Zeit Angst, dass sie es nicht vor dem Monsun schaffen, der im Juli beginnt»

Aktuelles: Ende Juli 2017 war jetzt die erste Inaugurationsfeier der neuen Wasserleitung in Embalama, dem Oberdorf von Thimbu, auf rund 2200 Meter, die im November nochmals nachgeholt wird, wenn ich selbst wieder in Nepal bin…

Arbeiten am Leitungsbau

Vorbereitungen für den Leitungsbau

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Leitungen
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Die Wasserquelle

Urkin direkt an der Quelle
Urkin direkt an der Quelle

Die Segnungs-Kathas
Die Segnungs-Kathas


Bianca an der Quelle im März 2017

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Die ganze Bande

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Die ganze Bande


Geschafft: Ich darf tatsächlich das Wassr der
gesegneten Quelle berühren und sogar schmecken

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Ein Mönch segnet die Quelle

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Lhakpa im Felsen


Das Brunnenhaus

5. März 2017: Ankunft von Bianca in Thimbu

Die Kollegen vor Ort, Lhakpa und Urkin, haben den endgültigen Ort der Quelle für die 6 km lange Wasserleitung festgelegt. Ein kleiner Trupp aus dem Ort Thimbu war vorher schon mit einem Mönch gekommen, der die Quelle gesegnet hat.  Es wird eine kleine Puja-Zeremonie abgehalten und die Kathas werden um einen Stein gelegt. Nun kann es losgehen mit den Arbeiten.

Mit Bianca sind sie zur Quelle gefahren, 21/2 mühsme Stunden den berg hinauf. Immer wieder bleiben wir stecken und müssen Steine aus dem Weg räumen. Und immer wieder sehen wir notdürftig errichtete Häuser oder Hütten, als ob das Erdbeben erst gestern gewesen wäre…

 


„Unser“ Dorf Thimbu, das wir bereits liebevoll
„Snowland Children Village“ nennen


Wir waren mal wieder stecken geblieben
– und unser Fahrer hat es geschafft!


Zum Teil denkt man, das Erdbeben war gestern…


Und immer wiedr bleiben wir stecken


Wenn man es nicht gesehen hat – glaubt man
nicht, wie schlecht „Strassen“ sein können…


Wellblech-Hütten – im Sommer zu heiss, im Winter
zu kalt, ein schlechter aber billiger Hausersatz


…zurück ist keine Option, umdrehen geht auch nicht –
wir müssen es nach VORNE schaffen!


Unser Team mit Fahrer


Und das 2 Jahre nach dem Erdbeben…